Uhlstädter Schüler drehen Runden für bolivianische Straßenkinder

Hoch her ging es am Mittwoch auf dem Schulhof der Heinrich-Heine-Grundschule in Uhlstädt. Die Schüler waren für einen guten Zweck angetreten: Runden drehen für bolivianische Straßenkinder.

Den Spendenlauf hatte die Schule im Rahmen eines mehrtägigen Projektes organisiert. "Die Kinder haben sich im Vorfeld Sponsoren gesucht und mit ihnen die Summe vereinbart, die für jede gelaufene Runde gezahlt wird", erklärt Schulleiterin Ulrike Weidner das Konzept.

Das damit gesammelte Geld komme schließlich der Arbeit des Vereins "Saalfeld-Samaipata" zu Gute, der sich seit Jahren für Straßenkinder in Bolivien einsetzt, wie Weidner anfügt. Um den Uhlstädter Schülern ein Gefühl für die Lebensituation von bolivianischen Straßenkindern zu geben, wurde der Spendenlauf von einer Projektwoche begleitet. Dazu gehörten etwa Vorträge von Saalfelder Gymnasiasten, die sich selbst ein Bild von der Situation in dem südamerikanischen Land gemacht haben.

Darüber hinaus erhielten die Schüler Einblicke in die bolivianische Kultur, etwa mit Tänzen und Spielen. Aber auch das alltägliche Leben der Menschen stand auf dem Programm, zum Beispiel, welche Tiere und Pflanzen nahe des Äquators zu finden sind und wie der Alltag einer bolivianischen Familie aussieht. Damit versucht die Grundschule, den Bogen zu einem anderen Projekt zu spannen.

So ist die Heinrich-Heine-Schule die einzige Unesco-Grundschule in Thüringen. Dabei gehe es vor allem darum, den Schülern Wissen über andere Kulturen zu vermitteln, wie Weidner ergänzt: "Wir setzen uns für eine Kultur des Friedens ein. Aber wir wollen den Kindern auch Wissen über nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz vermitteln." Darüber hinaus dankte die Schulleiterin allen freiwilligen Helfern, ohne die der Spendenlauf nicht zustande gekommen wäre.

Wie viel Geld die Schüler am Mittwoch zusammen bekommen haben, wird sich allerdings erst in den kommenden Tagen herausstellen.